






Wie ein Floß liegt die Schule mit den versiegelten Außenflächen in den hangigen Wiesen. Sitzstufen und Treppen nach Südwest bieten weiten Blick in das Tal. Dieser gebaute Schulgarten ist formal linear, orthogonal und architoktonisch. Das Gestaltungskonzept des natürlichen Gartens dagegen ist frei und naturnah wie die natürliche Umgebung (Wiese und Laubwald). Darin liegen Inseln, die mit unterschiedlichen Angeboten ein Netz ditaktisch aufbereiteter Lernorte bietet. Diese Lerninseln sind ohne Wege und können je nach Unterrichtsablauf frei kombiniert werden. HIer kann man im Grünen lernen, spielen, Sport treiben, beobachten, Erfahrungen machen, basteln, werkeln ... und feiern.

Ernten was man sät... riechen was da duftet....
Wäre es nicht schöner gewesen viel mehr Wiese und Rasen zu bieten ? Fast 80% der Schulzeit ist die Wiese feucht ist sodaß die Kinder nasse Schuhe bekämen. Jetzt zeigt eine Ampel an, ob die Kinder auf die Wiese dürfen. Für die Pausen ist der Aufwand des Umkleidens zu groß, für Unterrichtszeiten und Nachmittage haben die Kinder Gummikleidung und können so den natürlichen Garten bei (fast) jeder Witterung genießen.
Der Jahrgangsgarten... ein Stück lesbare
Schulgeschichte. Jedes Jahr fertigen die Klassen eine Skulputur, die auf einer
Achse nahe des Eingangs aufgestellt werden.

Ein großer Sportplatz mit multifunktionalen Einbauten für verschiedene Sportarten kann auch von Vereinsmitgliedern außerhalb der Schulzeit genutzt werden. Ebenso die 100m-Laufbahn mit eingelegten großen Zahlen, Weitsprungbahn sowie Kletterhilfen und Basketballkörbe an der Sporthallenwand. Weiches Bodenmaterial in orange und grau gibt eine warme und freundiche Atmopshäre. Spielgeräte stehen auf orangen Aktionsflächen, die sich mit einem 'Achtung-Vorsicht-Effekt' von den hellgrauen Flächen abheben. Neben einer langen Sitzbank stehen zahlreiche Sport- und Spielgeräte aufgebaut. Vor den Klassenzimmern laden bodenbündige Trampoline und Balancierstangen zum Austoben in den Pausen ein.
Drei Bodenmulden mit Sitzreihen und Tafel sind grüne Klassenzimmer mit unterschiedlichen Aussichten, Sonne und Ruhe..... Grabeland für jede Klasse, Aktionsinsel Holz, Totholzhaufen, Grasbuschel als Buchstaben in der gemähten Wiese... einfache Dinge mit großer Nutzungsvielfalt und Wirkung !
Weidentipis
sind leicht zu bauen, verändern ihre Erscheinung im Laufe des Jahres
und sind beliebte Rückzugsorte für Kinder.

Bäume
und Hang als Spielangebot: Balancierseile zwischen den Stämmen, kleine
Plattformen in den Bäumen, eine schnelle Hangrutsche und langsame weiche
Wiesenhänge, grobe Stangen quer zum Hang zum erschwerten Hochklettern....

Fender zwischen Dachüberstand und Fußboden sind prima um endlich 'Dampf abzulassen' ... besser an einem Ball als an den Mitschülern, oder ?
Sinnliches
ganzheitliches Erleben statt Materialwüste und Stumpfheit... Fühlpfad
von den Schülern selbstgebaut.

Flache Mulden für 2-3 Kindern mit Sand oder Duftrasen, Kiesel oder Rindenmulch gefüllt....Hügelbeete, Nisthilfen, Rasenlabyrinth, Kräuterschnecke, Früchtehecke, Klangsteine, Kaleidoskop, Streicheltier, Mandalas..... viele Lerninseln können von den Kindern in Zusammenarbeit mit den Lehrern und Eltern (immer wieder) selbst gebaut werden.
Die Grundlagen für dieses Konzept wurden im Rahmen eines Forschungsvorhabens an der Hochschule Karlsruhe erarbeitet und in praktischen Versuchen verifiziert. Die Lehrer der Grundschule Weilrod sind offen und engagiert um dieses Konzept mitzutragen. Es bedeutet sehr viel mehr an Arbeit ! Dank auch an den Hochtaunuskreis, der ein solches Konzept umzusetzen bereit ist und mitfinanziert.
Kind- sein in Weilrod...... :-)